Fiktion ganz nah an der Realität
23 Schüler-Teams Mindener Schulen beim "Deutschen Gründerpreis für Schüler" dabei
Minden (mt). Ein Gerät, das Duschgel vorwärmt, ein Kugelschreiber mit SMS-Funktion oder ein Damenschuh mit abnehmbarem Absatz - klingt zunächst ungewöhnlich aber durchaus interessant - und könnte schon bald die Fiktion verlassen und mit Glück und Geschick zur Realität werden.
Text/ Bild: Copyright © Mindener Tageblatt 2007
Von Christine Schlüter
In diesen Tagen starten 23 Mindener Schüler-Teams zum achten Mal in den "Deutschen Gründerpreis für Schüler" (bisher bekannt als StartUp-Werkstatt), das bundesweit größte Existenzgründer-Planspiel für Jugendliche, die im Rahmen einer fiktiven Unternehmensgründung ein Geschäftskonzept entwickeln. Initiatoren dieses Spiels ganz nah an der Realität sind die Sparkasse, das Magazin "Stern", das ZDF und Porsche.

107 Mindener Schüler starten in die fiktive Unternehmensgründung.
(MT-Foto: Christine Schlüter)

Heinrich Wiese, Leiter vom Firmenkundensekretariat der Sparkasse Minden Lübbecke, freut sich über die rege Beteiligung der Schüler im Kreis Minden-Lübbecke, weiß er doch, "dass der Flaschenhals, die Engstelle, die Lehrer sind. Die muss man überzeugen", so der Sparkassen-Mann. In diesem Jahr ist es ihm und seinem Kollegen, Frank Rehorst, Spielbetreuer bei der heimischen Sparkasse gelungen, sechs allgemeinbildende und berufliche Schulen zum Internet-Planspiel mit dem Spielzeitraum Januar bis Mai zu überzeugen. Das Besselgymnasium, das Herder-Gymnasium, das Ratsgymnasium, die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule, das Leo-Sympher-Berufskolleg und das Gymnasium Petershagen starten jeweils mit Teams à drei bis sechs Schülern ab sechszehn Jahren und bereits vielen tollen Geschäftsideen.

Das Ziel des Spiels ist die fiktive Gründung eines Unternehmens anhand von 12 Aufgaben. Zur Seite gestellt werden den Schülern Coaches (Lehrer ihrer Schule) und Paten (Unternehmer heimischer Firmen) - die sie sich selbst suchen müssen - sowie "Mister S", ein virtueller Spielleiter, der per Mail Fragen beantwortet. Zu den Aufgaben gehören unter anderem Teamarbeit organisieren, personalpolitische Entscheidungen treffen, Finanzen planen, Marketing-Maßnahmen ergreifen, das Erstellen einer Homepage und ganz zum Schluss das Gesamtkonzept, das im Juni vor einer Jury und allen Teilnehmern präsentiert wird.

Das Ziel des Planspiels liegt auf der Hand: "Wir wollen junge Menschen mit Unternehmergeist stärken und motivieren", sagt Heinrich Wiese. Der Mut zur Selbstständigkeit stehe im Vordergrund.
Und der Preis? "Für die Tonne arbeitet hier niemand", stellt Wiese klar und erinnert daran, dass die eine oder andere Idee der vergangenen Jahre bereits in die Realität umgesetzt wurde. Zudem erhalten die zehn besten Teams einen Geldpreis in Höhe von 6000 Euro und eine Einladung zu einer Bundessiegerehrung. Das bestplazierte Team wird im Rahmen der Verleihung des Deutschen Gründerpreises in der Kategorie Schüler ausgezeichnet und stellt sich und seine Geschäftsidee den Gästen vor.

Weitere Informationen unter: http://www.dgp-schueler.de/toplevel/