Kreative Beiträge zum "Mozartjahr"

Schüler des Ratsgymnasiums zeigen "Variationen zu Mozart" im Haus Emmaus


Minden (mt/lkp).
Text: Copyright © Mindener Tageblatt 2006

Zum Mozartjahr aus Anlass der Geburt des großen Komponisten vor 250 Jahren haben sich Schüler des Ratsgymnasiums ein Vierteljahr lang im Kunstunterricht intensiv mit dem berühmten Komponisten auseinander gesetzt. Die Ergebnisse sind jetzt im Haus Emmaus zu sehen.

Insgesamt sechs Klassen und ein Oberstufenkurs - also rund 200 Kinder und Jugendliche - waren an dem Mozart-Projekt beteiligt und haben insgesamt rund 1000 Versuche einer künstlerischen Annäherung an das Phänomen Mozart unternommen. Eine repräsentative Auswahl der entstandenen Arbeiten ist unter dem Titel "Variationen zu Mozart" von heute an im Altenpflegeheim Haus Emmaus zu sehen.

In drei fünften Klassen entstanden, angeleitet von Kunstlehrerin Gabriele Schlüter-Boström, zum Beispiel Scherenschnitt-Porträts aller Kinder im Profil und mit Mozart-Zopf, Bilder von "Mozart-Kutschen" als Annäherung an Mozarts zahlreiche Reisen, Darstellungen von Mozarts Zimmer, Bilder zu acht Szenen aus der Zauberflöte und Impressionen zur Musik der Zauberflöte, die mit geschlossenen Augen und mit Tusche direkt aufs Papier "dirigiert" wurden. In den anderen Klassen gestalteten Schülerinnen und Schüler unter anderem Guckkasten-Bühnen zur Zauberflöte, verfremdeten in Collagen-Technik Mozart-Porträts, setzten Szenen aus "Mozarts Reise nach Prag" in Bilder um oder fertigten Detail-Studien zu Violinen an." Bei den jüngeren Schülern kamen die Mozart-Aufgaben schon deshalb gut an, weil wir meistens zu Musik von Mozart gearbeitet haben", erzählt Schlüter-Boström. Diese Verbindung von Musik und eigener künstlerischer Arbeit sei für die meisten Kinder eine neue und als sehr positiv empfundene Erfahrung gewesen.



"In den höheren Klassen kamen vor allem die vielen Möglichkeiten gut an, ungewöhnliche Techniken zu erproben", sagt sie. Sehr viel Spaß habe es beispielsweise der beteiligten achten Klasse gemacht, Mozart-Porträts mit Hilfe von Ausschnitten aus Zeitschriften zu verfremden und Mozarts Frisur etwa durch Blumen oder auch Spaghetti zu ersetzen.

Mehrere sehr aufwändige und technisch hervorragende Arbeiten seien im Differenzierungskurs der 9. Klassen bei den Guckkasten-Bühnen entstanden. Eine Auswahl der Arbeiten aus "ihrer" Schule und "ihrem" Mozart-Projekt in den Wochen vor den großen Ferien öffentlich ausstellen zu können, empfinden die Schülerinnen und Schüler als krönenden Abschluss der Beschäftigung mit Mozart.

Die Ausstellung "Variationen zu Mozart" besteht aus rund 60 Exponaten und wird eröffnet am Donnerstag, 4. Mai, um 15.30 Uhr in Haus Emmaus, Stettiner Straße 29. Danach läuft die Ausstellung bis 14. Juni und ist täglich geöffnet von 8 bis 19 Uhr.