09. Oktober 2007

Ilse Lindemeyer, die Frau des verstorbenen Herbert Lindemeyer, welcher während der NS-Zeit Schüler auf dem Ratsgymnasium war, ist zu Gast bei der 10b. Sie berichtet von der Kindheit und Jugend ihres Mannes, der die Schikanen des Alltags Juden gegenüber als Schüler auf dem damaligen „altsprachlichen Gymnasium“ erleben musste.
Sie erzählt den Schülern auch ihre Geschichte: Das Leben in Deutschland, die Flucht nach London, die Rückkehr und ihre Auswanderung nach Philadelphia. Eindrucksvoll berichtet sie dabei nicht nur ihre eigenen Erlebnisse, sondern versteht es auch, immer wieder Bezüge zum damaligen Zeitgeschehen herzustellen und somit über die Schreckensherrschaft und die Folgen von Krieg zu informieren.
Ilse Lindemeyer selbst sagt, dass sie der „festen Überzeugung“ sei, „das Erlebte an jüngere Generationen“ weitergeben zu müssen.