Forum Mittelstufe

 

 

 




Der vor einiger Zeit begonnene Austausch unter einigen KollegInnen zur Verbesserung der Arbeit in der Mittelstufe soll wieder aufgegriffen und intensiviert werden.

Erfreulich groß war das Interesse an der letzten  Zusammenkunft des Forums Mittelstufe. Insgesamt neun KollegInnen , noch drei mehr als beim letzten Mal (Bk, Fe, Go, Hd, Ke, Ki, Pl, Rg, Se), trafen sich am Donnerstag, 22.11.2007, im Schulkamp in Stemmer, um sich – abseits der schulischen Hektik - in informeller Runde über Verbesserungsmöglichkeiten der Arbeit der Mittelstufe auszutauschen und erneut konkrete Projekte auf den Weg zu bringen.

Zunächst wurde erörtert, was aus den Denkanstößen des letzten Treffens geworden ist:

Herausforderung Gewalt

Mit großer Genugtuung wurde festgestellt, dass die Seniorenpatenschaft (SiS) seit Oktober 2007 außerordentlich viel Zuspruch erhält und sehr erfolgreich angelaufen ist. Die  4 MediatorInnen stehen seit einigen Wochen Hilfe- und Rat suchenden SchülerInnen als Zuhörer und neutrale Ratgeber zur Verfügung. Buchstäblich von der ersten Minute an wurde das neue Ratsprojekt von den SchülerInnen intensiv genutzt. Positiv wurde  die kooperative Unterstützung des Kollegiums für die offensichtlich notwendige Initiative gewürdigt.
Es zeigte sich, dass auf verschiedenen Kanälen (Forum Mittelstufe, Forum Innovation) sowohl von Lehrer- als auch von Elternseite Schritte zu gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Kommissariat Vorbeugung der Polizei und der Medienwerkstatt Minden – Lübbecke eingeleitet wurden. In Zukunft soll versucht werden, unnötige Doppelungen zu vermeiden und die Koordination entsprechender Aktivitäten des Forums Innovation, des Forums Mittelstufe, der Fachschaft SoWi, des Bereichs Suchtprophylaxe(Ra) möglichst in eine Hand zu legen.
Inzwischen gibt es eine Absprache mit Frau Lesemann (Forum Innovation), dass die Koordination der vorgesehenen Aktivitäten vom Forum Mittelstufe ausgehen soll (Ki). Für die Elternseite hat sie dankenswerter Weise eine aktive Unterstützung bei der Durchführung zugesagt.
Für Ende Januar ist eine erste Abendveranstaltung für interessierte Eltern zum Thema Internetkriminalität, Gefahren von Chatrooms etc. mit dem Kommissariat Vorbeugung der Polizei  fest vereinbart.


Block- und Projektunterricht

Hier zeichnen sich noch keine konkreten Resultate ab, jedoch sollen die angedachten Möglichkeiten weiter verfolgt werden. Die Diskussion, z.B. über eine Aufweichung des 45 – Minuten – Rasters zugunsten einer Stundendauer von 60 Minuten oder Doppelstunden – zumindest in bestimmten Bereichen  -,  wird auch im Rahmen der Ganztagsthematik eine Rolle spielen.


Schule der Zukunft / Agenda 21

Herr Rehberg arbeitet mit seinem Differenzierungskurs 9 (Geographie/ Politik: Klimawandel) an Projekten und Dokumentationen, die zur Anerkennung des Ratsgymnasiums als "Schule der Zukunft" im Rahmen der 'Agenda 21' führen sollen.
Die Runde war sich einig, dass im Rahmen einer verstärkten Umwelterziehung dringend auch wieder Maßnahmen zur Vermeidung und zumindest zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Reststoffen (Altpapier - Sammlung und –Verwertung) in unserer Schule ergriffen werden müssen.

7-er Kennenlernfahrten
Da zur Zeit u.a. im Rahmen der Umstellung auf G8 (8 Schuljahre)  das Fahrtenkonzept am Ratsgymnasium überdacht wird, nahmen auch  die Kennenlernfahrten in der Jahrgangsstufe 7 einen breiten Raum in der Diskussion ein. Die diesjährigen Fahrten wurden insgesamt positiv eingeschätzt. Erfreulicherweise hat sich auch der Wechsel der zweiten Teamer – Gruppe [jetzt: Heimvolkshochschule "Alte Molkerei" Frille] bewährt.
Tendenziell zeichnet sich aus verschiedenen Gründen (u.a. finanzielle Belastung für die Eltern) ein Wegfall der Klassenfahrten in der Jahrgangsstufe 6 ab. Außerdem erscheint eine stärkere Verzahnung der bisherigen 7-er Fahrten mit neuen Schulprojekten (SegeL: Selbstgesteuertes Lernen) sinnvoll.
Daher soll eruiert werden, ob es möglich ist, den SegeL - Baustein "Teamentwicklung", der mit möglichst vielen Schülern durchgeführt werden soll, für den Jahrgang 7 an die Kennenlernfahrten, bei denen ja kooperative Unternehmungen und Klassenfindungsaktivitäten im Vordergrund stehen sollen, anzubinden. Denkbar sind dabei 2 Varianten, die – bei Wegfall der 6er- Fahrten – von 2 Übernachtungen in der Jugendherberge Porta ausgehen:

Modell 1:        
1. Tag: Anreise, vormittags Klassenaktivitäten (Spiele etc.), nachmittags: Baustein Teamentwicklung
2. Tag: Kooperative Unternehmungen mit außerschulischen Erlebnispädagogen (Jugendreferat Kirchenkreis Minden/ Frille)
3. Tag: Baustein Teamentwicklung

Modell 2:        
1. Tag: Anreise, vormittags Klassenaktivitäten (Spiele etc.), nachmittags: Kooperative Unternehmungen mit außerschulischen Erlebnispädagogen (Jugendreferat Kirchenkreis Minden/ Frille)
2. Tag: vormittags : Baustein Teamentwicklung, nachmittags: Kooperative Unternehmungen mit außerschulischen Erlebnispädagogen (Jugendreferat Kirchenkreis Minden/ Frille))
3. Tag: Baustein Teamentwicklung, nachmittags: Klassenaktivitäten (Spiele etc.)

Es soll überprüft werden, inwieweit den Schülern der Reiz kooperativer Verhaltensweisen über Einzelaktivitäten wie die Kennenlernfahrten hinaus in zusätzlichen Veranstaltungen nachhaltig vermittelt und näher gebracht werden kann. Denkbar erscheint eine Einbeziehung von dafür speziell ausgebildeten Referendaren oder Oberstufenschülern, die schon vielfältige Erfahrungen in der Jugendarbeit haben. Auch soll erkundet werden, ob außerschulische Angebote wie z.B. das Lions Quest (Lions Club) in diesem Zusammenhang hilfreich sein können.

Individuelle Förderung

Vier der anwesenden KollegInnen (Bk, Fe, Ki, Pl) berichteten von der Tagung zur individuellen Förderung, an der sie am Freitag Nachmittag, 09.11.2007 in Bielefeld teilgenommen haben. Man war sich einig, dass an unserer Schule schon eine Vielzahl der dort vorgestellten Ansätze im Schulalltag verankert sind. Es kommt zunächst einmal darauf an, die einzelnen Aktivitäten zu sichten und zu dokumentieren, um sie in einem weiteren Schritt zu einem Förderkonzept des Ratsgymnasiums fortzuentwickeln (Pl, Ki). Dabei lassen sich sicherlich Erfahrungen z.B. vom Einstein - Gymnasium Rheda-Wiedenbrück oder die in einem Workshop zum 60- Minuten- Unterrichtsstundenrhythmus erläuterten Überlegungen (Fe) verwerten.

Es soll überlegt werden, inwieweit die an vielen Schulen praktizierte Einbeziehung älterer Schüler zur Förderung jüngerer Mitschüler auch am Ratsgymnasium noch stärker genutzt und systematisiert werden kann.

Eine wichtige - allerdings bisher auch noch nahezu unlösbar erscheinende – Aufgabe (Binnendifferenzierung bei z.B. 33 Sch. in der Klasse 10!?) bleibt die unterschiedliche Förderung unterschiedlich begabter SchülerInnen im alltäglichen Unterricht.

Georg Kaiser      01. 12. 2007