Schulprogramm Ratsgymnasium Minden -- Kapitel 8

8.
Arbeitsvorhaben für das Schuljahr 2007/2008

(verabschiedet von der Schulkonferenz am 13.09.2007)


Vorbemerkung
:
1. Die Aufgaben der „Steuergruppe Schulprogramm“ sollen von der Schulleitungsgruppe, ergänzt durch weitere Lehrer, Eltern und Schüler, übernommen werden.


Begründung
: Die Planungsgruppe Innovation versteht sich hinsichtlich der Schulentwicklung als Ideen- und Impulsgeber. Die regelmäßig tagende Schulleitungsgruppe (Zusammenkunft aller Direktoren) gibt den organisatorischen Rahmen vor und über­nimmt zum Teil die Koordination und Ausführung von Entwicklungsvorhaben im Sinne der vom Schulgesetz geforderten „Schulischen Steuergruppe“. Die Steuergruppe SegeL ist unmittelbar mit der Unterrichtentwicklung betraut.


2.1 Ein vom Schulprogrammerlass geforderter unterrichtlicher Entwicklungsschwerpunkt liegt in der Fortsetzung der breiten Einführung der neuen Unterrichtsmethoden für selbstständiges Lernen (SegeL).

Begründung
: Das Ratsgymnasium nimmt am Projekt „Korrespondenzschule“ teil und investiert erhebliche zeitliche und personelle Ressourcen in die dabei und in allen Kernlehrplänen geforderte Unterrichtsentwicklung.

Ziele
:  
1. Die beiden letzten Drittel des Kollegiums werden im Laufe des 1. Schuljahres fortgebildet (zweiter Baustein „Kommunikationstraining“). Im zweiten Halbjahr erfolgt der dritte Teil der Fortbildung.
2.
Die Fachkonferenzen beraten darüber, wie viele Lernspiralen pro Halbjahr entwickelt werden können; in der Regel sollte es eine pro Halbjahr sein, die danach zeitnah im Unterricht erprobt und evaluiert wird. - Die Umsetzung im Unterricht, vornehmlich in den Klassenstufen 5-7, wird  nachgehalten.
3.
Im Oktober 2007 sollen von der SegeL-Gruppe 1 Trainingsspiralen zu den Themen Erstellung von Referaten“ und „Anfertigung einer Facharbeit“  entwickelt und zeitnah eingesetzt werden. Der Erfolg dieser Maßnahme soll per Befragung bei Schülern wie Lehrern evaluiert werden (Kü/Br/Bk/Kr).
 4.
  Am Ende des Schuljahres soll eine Evaluation erfolgen, etwa im Umfang der Erhebung vom  April 2007. – Anders als in dieser sollen vorab in Zusammenarbeit mit den Evaluationsberatern (Bk, Kr) zu erreichende Standards festgesetzt werden.


2.2 Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt soll die Ausarbeitung und Erprobung des Ganztagsprojekts sein. (Ansprechpartner Manfred Schulz)

Begründung:
Eine Ganztagsschule ist in der Lage, den zusätzlichen Stundenbedarf, der sich aus der Schulzeitverkürzung ergibt, sinnvoll umzusetzen. Auch ergeben sich bessere Möglich­keiten, Förderkonzepte zu verwirklichen. Eine Ganztagsschule ermöglicht Eltern, vor allem Alleinerziehenden, eine größere Vereinbarung von Familie und Beruf. Alles dies erhöht die Attraktivität der Schule.

Ziele:   
1.
Es soll erhoben werden, welchen baulichen/räumlichen Bedarf die Umset­zung eines Ganztagskonzeptes zur Folge hat, dies betrifft auch die Gestal­tung der Mittagspausen.
2.
Ein Stundenplankonzept ist zu entwickeln, das die Aspekte Rhythmisierung des Schultages und Förderung berücksichtigt.
3.
Die Fachkonferenzen müssten überlegen, wie bei einem Ganztagsbetrieb in den einzelnen Fächern Hausaufgaben eingesetzt werden können.


2.3 Ein dritter Entwicklungsschwerpunkt soll das Förderkonzept sein. (Frau Plöger)

Begründung
: Das neue Schulgesetz fordert, dass Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden sollen. Dabei geht es sowohl um die Begleitung und Unterstützung leistungsschwacher als auch um die Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. Das Förderkonzept am Ratsgymnasium soll so angelegt werden, dass es Angebote und Fördermaßnahmen für die gesamte Sekundarstufe I bietet.  Ziel der individuellen Förderung ist es, durch ein differenziertes und klassenübergreifendes Angebot den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Schwerpunkt­setzung in einzelnen Fächern zu ermöglichen.

Ziele:  
1.
Jede Jahrgangsstufe in der Sekundarstufe I soll zukünftig Förder­schwer­punkte erhalten. In diesem Jahr gilt das bereits für die Klassen 5 – 7. Die individuelle Förderung bezieht sich zum einen auf leistungsdifferenzierten Ergänzungsunterricht in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen, zum anderen aber auch auf Unterrichtsangebote in den Fächergruppen wie Musik, Kunst und Sport, in denen die Schülerinnen und Schüler ihren Neigungen entsprechend gefördert werden.
Die notwendigen Basiskompetenzen in den Bereichen Arbeitstechniken, methodische Kompetenz und selbstständiges Arbeiten werden den Schüle­rinnen und Schülern dabei durch das SegeL-Projekt vermittelt.

2.
Die Förderung im unterrichtlichen Rahmen kann durch Förderangebote im Nachmittags- bzw. Ganztagsbereich ergänzt werden. Denkbar sind Projekte zur gezielten Aufarbeitung von Defiziten und zur Förderung besonderer Begabungen von Schülerinnen und Schülern. Die Durchführung kann durch das Schüler-Coaching-Projekt (Er), das Nachhilfe-Projekt der SV wie auch durch Einbezug außerschulischer Mitarbeiter erfolgen.
3.
Die Instrumente LSE 8 und ZP10 sollen diagnostisch genutzt werden (Ki).

3. Auf eine allgemeine Schüler- oder Elternbefragung kann in diesem Schuljahr verzichtet werden, da die letzten Umfragen noch recht aktuell sind. –Jedoch muss die geforderte Evaluation konkreten Unterrichts durchgeführt werden, und zwar durch die jeweiligen Fachlehrer. Die im Arbeitsplan 2004 vereinbarten individuellen Unterrichtsbefragungen („Fragebogen“; etwa ab Klasse 9) sind bislang nicht systematisch durchgeführt worden. Es liegen keinerlei systematische Rückmeldungen über den Einsatz dieses Evaluationsinstrumentes vor.

Ziel: Das Lehrerkollegium sollte einen Konsens darüber erzielen, in welcher Weise die Evaluation stattfinden soll, sie dann regelmäßig (etwa zweimal pro Jahr und Klasse und Kurs) durchführen und die Ergebnisse (am besten zusammen mit den Schülern) zur Verbesserung des Unterrichts nutzen.


4. Fortbildungsplan (Bd)

(Siehe gesonderte Vorlage)