Leitbild für das Ratsgymnasium

 Im Leben lernen, im Lernen leben
(Otto Herz)

Die Schulgemeinde des Ratsgymnasiums, bestehend aus Lehrerkollegium, Eltern und Schülern, hält es für ein wichtiges Erziehungsziel, dass unsere Schülerinnen und Schüler weltoffene, aufnahmebereite und aufnahmefähige Menschen sind, die sich der  vielfältigen Wirklichkeit tolerant, sensibel und kritisch zuwenden sollen und wollen.

Um die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen in diesem Verständnis zu fördern, bemühen wir uns in der pädagogischen Arbeit, möglichst viele Anlagen der Schülerinnen und Schüler zu entfalten, indem sowohl der Fachunterricht als auch möglichst viele Arbeitsgemeinschaften und weitere außerunterrichtliche Veranstaltungen so angelegt werden, dass sich individuelle Begabungen im geistigen, künstlerischen wie auch sportlichen Bereich ausprägen können.

Dabei ist es uns im Hinblick auf die sich ständig verändernde Lebenswirklichkeit besonders wichtig, nicht nur Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch Leistungsbereitschaft, Kreativität, Neugierde  und Interesse zu wecken und zu fördern und Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler zu lebenslangem aktiven Lernen zu befähigen. Mitverantwortung und Mitgestaltung der Schülerinnen und Schüler müssen grundlegende Prinzipien in Schule und Unterricht werden.

All dies trägt nach unserer Überzeugung zur Entwicklung eines ausgewogenen Selbstwertgefühls der Schülerinnen und Schüler bei. Selbstwertgefühl und Selbstreflexion sollen im offenen Dialog mit Mitschülern, Lehrern und Eltern wachsen und erfahrbar werden. Die Entwicklung der Fähigkeiten zu sachlicher Diskussion, fairer Kritik und Toleranz helfen uns dabei, die ethischen Werte einer offenen, demokratischen Gesellschaft zu vermitteln. Indem wir auch in der Begegnung mit der Andersartigkeit von Mitmenschen die kulturelle Vielfalt schätzen lernen, öffnen wir uns der Welt.

Wenn Verantwortungsbewusstsein für unsere Schulgemeinschaft und unsere Umgebung einhergeht mit der Bereitschaft, einander zu achten, Spannungen auszuhalten und vielfältige Meinungen anzuerkennen, das eigene Lernumfeld mitzugestalten und zu pflegen, dann befähigen wir unsere Schülerinnen und Schüler, aktive und gestaltende Mitglieder in unserer Gesellschaft zu werden.

(verabschiedet von der Schulkonferenz am 15.06.2005)