Schüler backen Kekse für das Wittekindshofer Schülerdorf

Die Klasse 6b des Mindener Ratsgymnasium hat gebastelt und gebacken, um zusammen mit Klassenlehrer Manfred Kresse eine Spende in Höhe von 300 Euro an Diakonin Katrin Lienesch (1.v.l.) und Diakon Ralf Störmer (ganz hinten Mitte) im Wittekindshofer Schülerdorf zu überreichen. Fotos: Michael Spehr

Klasse 6b des Ratsgymnasium Minden engagiert sich für behinderte Kinder

Minden/Bad Oeynhausen (mis). Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b des Ratsgymnasiums aus Minden haben eine Spende in Höhe von 300 Euro beim Besuch der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen überreicht. Das Geld ist für das Haus Hannover im Wittekindshofer Schülerdorf bestimmt. „Wir freuen uns über das Engagement von Schülern in Minden für Schüler aus der Region und bedanken uns herzlich“, sagte Diakonin Katrin Lienesch, Teamleiterin im Haus Hannover. „Das Schülerdorf ist mittlerweile 27 Jahre alt und muss dringend saniert werden. Die ersten Häuser haben wir fertig, jetzt ist Haus Hannover an der Reihe“, berichtete Diakon Ralf Störmer, der Leiter des Schülerdorfes. Er erläuterte den Mindener Gymnasiasten, dass das Geld unmittelbar den acht bis zehn Kindern und Jugendlichen zugute kommen wird, die nach dem Umbau in Haus Hannover wohnen werden. Sie werden zukünftig nicht nur moderne Badezimmer und frisch renovierte Räume, sondern auch einen Balkon mit direktem Zugang zum Garten haben, damit sie jederzeit an die frische Luft gehen können.

Das Geld hatten die 29 Schülerinnen und Schüler durch den Verkauf von selbstgebackenen Keksen und Deko-Artikeln bei einem Basar in der Schule erwirtschaftet. Eltern von Schülern, die im Wittekindshof arbeiten, hatten den Vorschlag gemacht, das Geld dem Wittekindshof zu spenden. „Wir wollten ein Projekt unterstützen, bei dem wir uns vor Ort ein Bild davon machen können, wo das Geld bleibt“, sagte Klassenlehrer Manfred Kresse. Genau dazu hatten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihres Besuches im Wittekindshof in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen Gelegenheit. Sie haben das Schülerdorf, in dem rund 140 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlich stark ausgeprägten geistigen und mehrfachen Behinderung leben, ebenso kennengelernt, wie die Flechterei der Wittekindshofer Werkstätten. Erwachsene Frauen und Männer mit Behinderungen stellen dort in traditioneller Handarbeit Korbwaren her und reparieren Stühle und andere Möbel mit Stern- oder Wabengeflecht sowie Binsenschnur und Rohrgeflecht.



Weitere Informationen unter: http://www.wittekindshof.de/index.html